Körperschmuck oder doch Stein des Anstoßes?
Samstag, August 14th, 2010Schon unglaublich alt, aber dennoch nach wie vor umstritten – die Tatöwierung. Schon vor Jahrhunderten wurde in Hochkulturen durch verschiedene Praktiken Farbe in die unteren Hautschichten eingebracht, um den Körper zu schmücken, oder auch um Status bzw. Prestige auszudrücken. Diese traditionellen Tätowierungen wurden Hier und Heute von modischen Motiven abgelöst und von sämtlichen Alters-, Einkommens- und Bildungsschichten getragen. So galten sie in westlichen Breiten früher auch als Zeichen für Kriminalität oder wurden von Seeleuten oder Fremdenlegionären getragen, und sind heute beinahe schon als modisches Accessoire einzustufen. Prominente Sänger und Schauspieler dürften den Trend letztendlich salonfähig gemacht haben. In vielen Ländern sind Tätowierungen erst ab 18 Jahren erlaubt, doch dann sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob es beim Mann klassisch am Oberarm oder bei der Frau klassisch über dem Steißbein sein soll, bleibt ganz dem persönlichen Geschmack vorenthalten. Aber grundsätzlich sind abstrakte Motive als Vorlage für ein Tattoo schnell zu finden, weshalb der Weg ins Studio keine besondere Vorbereitungen oder Vorkehrungen notwendig macht. Dort kann man sich schließlich noch von den Experten beraten und gegebenenfalls ein einzigartiges Motiv für sich zeichnen lassen. Worauf man allerdings achten sollte, ist, dass die Größe von Motiv und Körperteil stimmig sind und dass allzu auffällige Tätowierungen an exponierten Körperteilen wie Gesicht, Hals oder Handgelenken möglicherweise vom Arbeitgeber nicht gern gesehen sind. Beim Tätowieren selbst sollte man schließlich Vertrauen in die Fähigkeiten des Experten mitbringen und unbedingt auf Hygiene und Professionalität pochen. Schließlich kann es bei unsachgemäßer Verwendung der Tätowiermaschine bzw. durch unhygienische Zustände zu HIV-, Hepatitis oder anderen Infektionen kommen kann. Zuguterletzt sollte jeder, der sich eine Tätowierung stechen lassen möchte, auch eine gehörige Portion an Mut und Schmerzresistenz mitbringen. Immerhin sticht die Nadel in hoher Frequenz ein, um die Farbstoffe in die zweite Hautschicht einzubringen. Denn nur so bleibt das gewünschte Motiv lebenslanger Begleiter.


