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Ablauf beim Tätowieren

Montag, April 19th, 2010

Beim Tätowieren wird – nach einer umfassenden Reinigung der entsprechenden Körperpartie – zuerst die Außenlinie des gewählten Motivs in die Haut gestochen. Ideal für Kunden und Tätowierer ist es, wenn der gestochene während des gesamten Tätowierens versucht, gleichmäßig ein und auszuatmen. So bleibt man während des Vorganges entspannt, was auch die Gefahr des schmerzhaften gestochen Werdens etwas reduziert. Bei der sog. Tattoofüllung und den Schattenbereichen wird oftmals ein anderer Nadeltyp ausgewählt, als für die fein gezogenen Outlines. Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um ein Nadelbündel. Die Nadeln werden beim Tätowieren immer wieder in die Farbe, dazwischen in steriles Wasser getaucht. So kann die Gefahr der Übertragung von Bakterien und Infekten reduziert werden. Dies ist auch der Grund, warum der professionelle Tätowierer Einmalhandschuhe tragen sollte. Kleinere Motive sind relativ zügig fertig, großflächige Motive z.B. über den ganzen Rücken laufen in mehreren Sitzungen ab. Ist das Kunstwerk fertig gestellt, werden die Tattoowunden noch einmal desinfiziert. Da man beim Tätowieren ja mit Nadeln arbeitet, kann es auch vorkommen, dass man blutet. In jedem Fall ist es aber so, dass die bearbeitete Hautfläche gerötet und u.U. geschwollen ist. Wenn alles fertig ist, wird der Bereich noch mit etwas z.B. Vaseline eingecremt. Dies sorgt dafür, dass die Haut geschmeidig bleibt und die Wunden ordentlich abheilen. Die Tattoowunden müssen erst abklingen, damit während dieser Zeit keine Bakterien oder ähnliches eindringen können, wird diese mit einem sterilen Verband abgedeckt, bis alles verheilt ist. Ist der Tätowierer kompetent, informiert er seine Kunden über jeden Schritt, den er macht und gibt ihnen am Ende des Tätowiervorgangs hilfreiche Tipps zur Tattoopflege. Dies ist erforderlich, damit das eingespritzte Bildnis möglichst lange in optimaler Farbqualität zu sehen ist. Wenn man sich daran hält, hat man im Regelfall kaum Schwierigkeiten mit den Tattoos. Allerdings kann es – je nach eigenem Hauttyp – durchaus sein, dass es sinnvoll ist, die Motive nach einiger Zeit farblich nachzuspritzen.